Lasker Schüler

„Mein Ziel ist hinter aller Zeit.“ - Ein beliebtes Zitat auf Trauerschleifen. Es stammt von Elisabeth Lasker-Schüler, die am 11. Februar 1869 als Tochter des jüdischen Privatbankiers Aaron Schüler und dessen Frau Jeanette (geb. Kissing) in Elberfeld/Wuppertal geboren wird.

Im Jahre 1894 heiratet sie den Arzt Berthold Lasker und zieht mit ihm nach Berlin. 1899 findet sie Anschluss an die literarische Szene und veröffentlicht diverse Gedichte, in denen sie über die Freude am Leben schreibt, sich aber auch mit dem Thema des Verlorenseins auseinandersetzt.

Nach der Scheidung von Lasker heiratet sie den Schriftsteller Herwarth Walden (1878-1941), dem späteren Herausgeber der Zeitschrift „Der Sturm“.

Mit dem Buch „Das Peter-Hille-Buch“, nach dem Tod des gleichnamigen Freundes, beginnt Lasker-Schüler eine Selbstmythisierung, die sie in ihren folgenden Werken fortsetzt. 

Nach der Scheidung von Walden ist sie mittellos und auf Zuwendungen durch Freunde angewiesen.

Mit der Gedichtsammlung „Hebräische Balladen“ versucht sie 1913 die Neuerschaffung eines hebräischen Mythos. Außerdem setzt sie sich in ihrer Lyrik zunehmend mit ihrer Herkunft und Familie auseinander. Sie stilisiert sich und ihre Familie mit erfundenen Legenden. Sie selbst nennt sich „Prinz von Theben“.

Ihr unkonventioneller Lebensstil - so spaziert sie z.B. als Prinz verkleidet durch Berlins Straßen - wird kritisiert und parodiert.

1933 flüchtet sie in die Schweiz, wo sie vom Jüdischen Kulturbund Unterstützung erfährt.

Am 22. Januar 1945 stirbt Else Lasker-Schüler in Jerusalem.

Lasker-Schüler

*1869  +1945